2. Preis und Zuschlag nichtoffener Realisierungswettbewerb zum Ausbau des Schulstandorts am Jagdfeld mit einer vierzügigen Grundschule und einer Dreifachsporthalle

Städtebauliche Konfiguration

Das neue Schulgebäude wird an den südlichen Rand des Grundstücks platziert und lässt mit der neuen Sporthalle im Osten miteinander verbundene Raumabfolgen im Außenbereich zwischen den Alt- und Neubauten entstehen. Die Gebäude umschließen neue Höfe und definieren so räumlich klare Pausenbereiche.

Im Osten liegt der Eingangshof, der die Haupteingänge der Schule bedient und als Pausenbereich für freie Bewegung konzipiert ist. Der südliche Abschluss erfolgt räumlich durch eine tribünenartige Sitzlandschaft, die gleichzeitig als Überdeckung der Tiefgaragenabfahrt dient. Hier gibt es formelle und informelle Sitzgelegenheiten für den Verzehr mitgebrachter oder gekaufter Speisen. Überdachte Pausenbereiche entwickeln sich durch Rücksprünge des Erdgeschosses aus der Architektur.

Der zentrale Pausenhof, räumlich gefasst von den Alt- und Neubauten, regt die Kinder mit Spielgeräten und Spielfeldern zur spielerischen Betätigung in der Pause an.

Die nördlich anschließende Gebäudefuge zwischen den Bestandsbauten wird für die Pausennutzung erschlossen und aufgewertet. Mit Sitznischen und Bepflanzungen ergibt sich ein mäanderender Raum, der zum ruhigen Aufenthalt einlädt.

Die Sportflächen schließen östlich an. Allwetterplatz und Beachvolleyball sowie weitere sportliche Ausstattungselemente wie z.B. Tischtennisplatten werden in einer gemeinsamen Tartanfläche zusammengefasst und bieten zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten außerhalb der Nutzung im Sportunterricht. Das Rasenspielfeld mit einer Größe von 60x90m schließt östlich an und kann erhalten werden.

Verkehrsflächen

Die Anlieferung der Mensa erfolgt über eine Stichstraße von Osten her und beeinträchtigt somit die Schulnutzung nicht. Die Kiss&Go-Stellplätze werden im öffentlichen Straßenraum entlang des Jagdfeldrings angeboten. Im nordöstlichen Bereich werden Fahrrad- und Rollerstellplätze situiert. Die Schulbushaltestellen bleiben auf den bestehenden Stellflächen im öffentlichen Raum und sind gut an die Schulflächen angebunden. Die Tiefgaragenabfahrt ist abgeschirmt von den Pausenflächen an den Jagdfeldring angeschlossen und tangiert die Pausenflächen nicht.

Grundschule am Jagdfeld in Haar
2017 | 47.000m²
Bauherr: Gemeinde Haar
Architekten: bär stadelmann stöcker
Leistung: Wettbewerb 2. Preis und Zuschlag