1. Preis Realisierungswettbewerb

Im geplanten Neubau werden 150 neue Zellen entstehen, 68 Einheiten werden im bestehenden Gebäude ergänzt. Die Insassen werden dort für maximal ein Jahr untergebracht - für Kurzzeitverwahrung bzw. für die Häftlinge, die kurz vor der Entlassung stehen.

Im Rahmen einer guten Wiedereingliederung in den Alltag steht bei den Insassen die Arbeit in den Werkstätten im Vordergrund (Großküche, Schreinerei, Reinigung). Durch den Außenbereich in den Innenhöfen, sowie gemeinschaftlich genutzter Flächen, sollen soziale Strukturen gefördert und die Resozialisierung positiv beeinflusst werden.

Die Formensprache der Höfe nimmt die Achsen der Gebäuderiegel auf und entwickelt daraus wechselnde Beläge, Pflanzflächen und Sitzgelegenheiten. Der Sicherheitszaun wird wie selbstverständlich in diese Gestaltung integriert. Die Beläge setzen sich aus Asphalt- und Betonflächen zusammen. Aus den ebenen Betonlinien heben sich Sichtbetonelemente als Sitzgelegenheiten heraus. Pflanzstreifen aus pflegeextensiven Gräsern, Stauden und geschnittenen Hecken lockern die Linien auf. Trittfeste Rasenflächen in den Innen- und Randflächen verstärken den Grünaspekt. Eine baumüberstandene Wasserfläche ergänzt das Bild und schafft das Ambiente eines Stadtplatzes im öffentlichen Raum. Tischtennisplatten und Schachspiel bieten zusätzlich Gelegenheit zur Zerstreuung, sodass die Höfe eine freundliche, einladende Atmosphäre ausstrahlen.

Innenhof Bestandsgebäude

Der Innenhof im Bestand ist der sportlichen Aktivität gewidmet. Unterschiedliche Fitnessgeräte sowie Sitzgelegenheiten stehen den Insassen zur Verfügung.

Sportflächen

Auf zwei Multifunktionssportfeldern können z. B. Fußball und Handball, sowie Basketball und Volleyball gespielt werden. Sie sind durch Hecken vom Bereich der Anlieferung abgeschirmt und liegen parkähnlich in einer baumbestandenen Rasenfläche.

Gemüsegarten

Die Möglichkeit zur körperlichen Betätigung wird durch das Angebot der Bewirtschaftung des Gemüsegartens ergänzt. Auf mehreren Beeten entlang der Gebäudesüdseite können die Insassen Gemüse und Blumen anbauen und haben die Möglichkeit mit natürlichen Materialien zu arbeiten.

Erweiterung und Ausbau der Strafanstalt 'La Brénaz', Genf
2012 | 16.200m²
Bauherr: etat de genève, DCTI
Architekten: architecture + aménagement
Leistung: Wettbewerb 1. Preis


Planung