Aufwertung des innerstädtischen Grünzugs am Graben mit Sichtbarmachung des bisher verrohrten Bachlaufs

Der Grünzug am Graben führte in der Vergangenheit nur ein Schattendasein am östlichen Rand der barocken Innenstadt. Trotz des alten eindrucksvollen Baumbestandes war keine Aufenthaltsqualität gegeben. Ein unterirdisches Gewölbe leitete bisher eine Hangquelle und Schmelz- und Regenwasser im Untergrund ab.

Herzstück der Neugestaltung ist die Sichtbarmachung des unterirdischen Bachlaufs. Ein "Weg des Wassers" mit Wasserelementen zum Spielen macht den Wasserlauf erlebbar und bildet den neuen Dreh- und Angelpunkt des kleinen Parks. Er stellt einen beliebten Spielpunkt für die Schüler der angrenzenden Schulen dar und dient mit seinen neuen Sitzgelegenheiten als beliebter Aufenthaltsort für die Bürger an heißen Sommertagen.

Ein großer Teil des Quellwassers wird am Quelltopf entnommen und über eine kommunizierende Röhre bis zum ,Weg des Wassers‘ geleitet. Dort tritt das Wasser durch das natürliche Gefälle des Grünzugs an die Oberfläche und wird als oberirdisches Wasserelement durch den Park geleitet.

Eine weitere Stärkung erfährt die Anlage durch die Neukonzeption des Wegenetzes - der bisher am Straßenrand liegende Weg wird in die Mitte verlegt, eine zusätzliche Wegespange ergänzt eine barrierefreie Wegeverbindung Richtung Stadtzentrum, der bisher sehr steile Weg zum angrenzenden Stadtviertel wird als Treppenweg bequemer begehbar.

Den Abschluss nach Süden bildet ein neuer kleiner Platz gegenüber dem Informationszentrum des Naturparks Altmühltal, das sich im angrenzenden historischen Notre-Dame Gebäude befindet. Hier wird der bereits vorhandene Brunnen der Künstlerin Johanna Fischl als weiteres Wasserelement gegenüber dem Besucherzentrum neu in Szene gesetzt.

Grünzug 'Am Graben', Eichstätt
2012 bis 2013 | 2.700m²
Bauherr: Große Kreisstadt Eichstätt
Planungspartner: Goldbrunner Ingenieure
Leistung: Lph. 1-9


Realisierung

Planung