Freianlagen zu einem 2-gruppigen Kindergarten mit Kinderkrippe in dörflichem Umfeld

Das Planungsgebiet liegt auf einem Hochpunkt des Ortsteils nördlich und oberhalb der Baudenkmäler Kirche St. Sixtus und Pfarrhof. Die Flächen des Neubaus grenzen direkt an die Alte Schule in Dörndorf an. Es gibt einen Gemeinderatsbeschluss zum Erhalt des Schulgebäudes, das um 1900 erbaut wurde, aber nicht in der Denkmalliste geführt ist.

Der Neubau wird als einzelstehendes Gebäude neben der Alten Schule errichtet. Durch die Lage an der nordwestlichen Grundstückecke entstehen zwei Höfe für die Kinderkrippe und den Kindergarten. Der Haupteingang befindet sich im Süden im Übergang zum Bestandsgebäude. Eine Mauer grenzt die Höfe von den angrenzenden Straßen und Grundstücken ab und schafft ruhige Räume.

Die Erschließung des Geländes ist von Süden fußläufig und mit dem Fahrrad möglich. Die Fahrräder können im Eingangsbereich sicher abgestellt werden. Hol-Bring-Stellplätze sollen außerhalb des Grundstücks entstehen. Nach der Stellplatzsatzung werden außerdem 2 Stellplätze im Norden des Grundstücks geschaffen. Außerdem gibt es dort eine Stellfläche für die Anlieferung bzw. als Behindertenparkplatz. Zwei breite Tore ermöglichen das Befahren des Geländes mit einem Pflegefahrzeug. Die Mülltonnen werden in Gebäude- und Straßennähe in die Mauer integriert. Auf der Innenseite wird der Unterstand als Abstellmöglichkeit für Außenspielzeug fortgeführt.

In der südwestlichen Ecke entstehen die Freiflächen für die einzügige Kinderkrippe. Durch die Mauer sind diese Flächen von außen abgeschirmt und ermöglichen ein sicheres Spielen. Im Übergang zum Gebäude liegt die befestigte Terrasse, woran sich eine Rasenfläche mit Bäumen und Sträuchern anschließt. Diese kann zum freien Spielen und Toben genutzt werden. Ein eingefasster Sandspielbereich mit Sandspielhaus und einer Nestschaukel ergänzen das Nutzungsangebot. Ein Tor ermöglicht die Öffnung zu den östlich angrenzenden Freiflächen für den einzügigen Kindergarten. Eine Pflasterfläche um das Gebäude sowie entlang der Außenmauer bietet eine lange Fahrstrecke für Bobby Cars u.ä. In der Mitte des Hofs liegt eine Spielwiese, auf welcher der bestehende Apfelbaum erhalten wird bzw. ein neuer Baum gepflanzt wird. Im Sandspielbereich steht eine Kletterhöhle, die verschiedenste Nutzungsmöglichkeiten für die Kinder bietet.

Im Nordosten des Grundstücks entstehen als Abgrenzung zur Straße Rasenflächen mit Baumpflanzungen und Sträuchern. Diese Gestaltung wird auf den Spielwiesen fortgeführt. Zur Aufwertung und Begrünung des Eingangsbereiches ist vor der Fassade des Bestandsgebäudes eine Pflanzfläche mit Gräsern und Stauden geplant.

Kinderhaus Dörndorf
2016 bis 2018 | 650m²
Bauherr: Gemeinde Denkendorf
Architekten: Jensen Ingrisch Recke
Leistung: LP 1-9 HOAI