3. Preis offener Ideenwettbewerb

Am 30.06.2012 wird der Bergbau an der Saar endgültig eingestellt. Die Landmarke auf der Halde Duhamel soll als Symbol zur Würdigung der Leistungen des Saarbergbaus errichtet werden. Sie dient der Erinnerung und als Identifikationspunkt, soll aber gleichzeitig auf die Zukunft verweisen.

Als Grundidee wird vorgeschlagen, auf der Halde Duhamel zwei große, vertikale Scheiben aufzustellen. Diese Scheiben werden als zwei Seiten eines Buches verstanden, die eine (schwarze) Scheibe schon beschrieben in der Vergangenheit durch die Geschichte des Bergbaus, die andere (weiße) Scheibe als unbeschriebenes Blatt, das für die noch ungeschriebene Geschichte der Zukunft der Region steht.

Die Schwarze Scheibe als Reminiszenz des Steinkohlebergbaus mit Ihren wuchtigen Maßen von 20x30m hat eine große Fernwirkung und wird zu einem einmaligen, mit der Halde Duhamel verbundenen Objekt. Bei näherer Betrachtung kann man jedoch die feineren Details erkennen: Einerseits die über die ganze Höhe laufenden vertikalen Schlitze, die an die Schächte erinnern, die zum Abbau der Kohle viele hundert Meter in die Tiefe getrieben wurden, andererseits in leuchtenden Lettern wichtige Daten und Fakten zur Geschichte des Steinkohleabbaus.

Die Weiße Scheibe wird als große Projektionsfläche für die Zukunft verstanden. Sie symbolisiert eindringlich, dass nun ein neues Kapitel an der Saar aufgeschlagen wird. Die senkrechten Schlitze sind an Barcodes angelehnt und symbolisieren die Entwicklung zur Wissens- und Informationsgesellschaft.

Landmarke Halde Duhamel
2011
Bauherr: RAG Aktiengesellschaft
Leistung: Wettbewerb 3. Preis


Planung