Umgestaltung des Maibaumplatzes

Der gesamte Festplatz erhält eine neue Organisation. Flache, großzügige Stufen fangen das fallende Gelände ab und teilen den Ort in zwei miteinander korrespondierende Plätze, die unterschiedliche Funktionen übernehmen:

Der oberhalb gelegene Teil wird mit Natursteinen gepflastert, um eine befestigte, ebene Fläche für den Aufbau einer Bühne, eines Zeltes oder als Tanzfläche zu erhalten. Gleichzeitig werden dort die Ausstattungselemente wie Fahnenmasten, Infotafel und ein schattiger Rastplatz für Radfahrer verortet.

Der unterhalb gelegene Teil bietet großzügigen Raum für das Aufstellen von Bierbänken und Buden zu den Festzeiten. Der Maibaum ist dabei das zentrale und prägende Element. Die wassergebundene Decke befestigt den Platz, lässt aber dennoch das Regenwasser versickern.

Durch die Stufen ergeben sich zur Straße hin ebenerdige Zufahrten zu beiden Plätzen, die mit mobilen Pollern entweder freigegeben oder verschlossen werden können. Der Gehweg entlang der Straße wird mit dem selben Natursteinpflaster befestigt, um ein einheitliches, konsequentes Bild zu schaffen.

Eine Natursteinmauer auf Sitzhöhe rahmt den Festplatz und lädt zum Verweilen ein. Sie befestigt den Hang und bietet zusätzliche Sitzplätze für Zuschauer beim Maibaumfest. Entlang der Sitzmauer läuft eine Linie aus Bodenstrahlern, die den Ort bei Nacht akzentuieren und den bruchrauen Naturstein der Mauer in Szene setzen.

Der Baumbestand auf dem Hang wird so weit wie möglich erhalten und zum Teil mit neu gepflanzten Laubbäumen ergänzt, die mit ihrer Krone an Sommertagen lichten Schatten spenden und dem Platz zur Talseite hin einen Rahmen geben.

Maibaumplatz Wasserzell, Eichstätt
2009 | 900m²
Bauherr: Stadt Eichstätt
Leistung: Lph. 1-3


Planung