Ankauf Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004

Der gesamte Seepark wird nach einem klaren Raumkonzept gegliedert, das sowohl die vielfältigen Nutzungen und Aktivitäten aufnimmt, gleichzeitig aber auch eine räumlich offene und zusammenhängende Parklandschaft entstehen lässt. Innerhalb des Parks werden thematische Schwerpunktbereiche wie zum Beispiel für Sport oder Spiel definiert. Somit wird den einzelnen Parkbereichen ein klares Profil gegeben und den Nutzern die Orientierung erleichtert. Diese Parkbereiche fügen sich wie Puzzlestücke zu einem attraktiven Gesamtpark "Seepark Körbecke" zusammen.

Seepromenade

Der bestehende Weg am Ufer wird zu einer großzügigen Promenade ausgebaut. Im Süden befindet sich eine parallel verlaufende, geschwungene Ufermauer, die den Übergang von Promenade zu Strand präzise definiert. Gleichzeitig dient sie als informelle Sitzgelegenheit. Zwischen Asphaltweg und Ufermauer befindet sich ein Fußgängerbereich mit wassergebundener Decke - Radfahrer können den bestehenden Asphaltweg nutzen. Das südliche Drittel des Asphaltweges wird noch dem Fußgängerbereich als "Schlechtwetterweg" zugeschlagen. Durch die Linienführung der Ufermauer als größere Bögen entstehen Aufweitungen des Fußgängerbereiches, die mit Sitzbänken ausgestattet sind. Dort senkt sich die Ufermauer zu einem Band im Boden ab und ermöglicht einen leichteren Zugang zu den vorgelagerten Kiesstränden, die sich im Bereich der beiden Badeplätze ebenfalls aufweiten.

Die Anleger an der Promenade werden im Westen und Osten zusammengefasst, sodass im Mittelstück freier Zugang zum Wasser für Badeplätze und Seebühne entsteht.

Sportpark

Der Sportpark wird im westlichen Teil platziert und nimmt Spielfelder für verschiedene Aktivitäten auf, wie Volleyball, Streetball oder Boule. Im Uferbereich werden die Felder eher nach Norden orientiert, um der Promenade genügend Luft zu verschaffen. Sportarten wie der BMX-Parcours und der Skatepark werden nahe dem Parkplatz verortet. Im Übergang zur Seepromenade im Süden spannt sich eine grüne Freifläche auf, die als Liegewiese genutzt werden kann. Nach dem Sport können die Besucher die Abkühlung im See suchen.

Seeplatz mit Besucherzentrum

Der in der Mitte der Seepromenade gelegene Seeplatz stellt eine wichtige Schnittstelle der verschiedenen Parkbereiche dar. Der Platz dient nicht nur als Freifläche, sondern auch als Sammelzone für verschiedene Aktivitäten, als Freischankfläche unter Bäumen und als Wartezone für das Anlegen des Katamarans der Möhneseeschifffahrt. Dem Platz kann die schwimmende Regionale-Seebühne vorgelagert werden. Bei Veranstaltungen bietet der offene südliche Teil des Platzes ausreichend Raum für eine großes Publikum. Der nahegelegene Parkplatz stellt die Anbindung an das Verkehrsnetz sicher.

Der Seeplatz findet im Norden seinen räumlichen Abschluss mit dem Gebäude des Besucherzentrums, in dem sich auch die Adventure-Golf-Verwaltung, die Touristeninformation, Gastronomieflächen, Lagerflächen für Spielgeräte und sanitäre Einrichtungen befinden, die durch die zentrale Lage von den intensiv genutzten Parkbereichen aus sehr gut erreichbar sind.

Seewiese

Der aufgelassene Fußballplatz wird zur Seewiese entwickelt, zur großen offenen Wiesenfläche mit Bezug zur zweiten Badestelle an der Promenade. Sie kann als Liegewiese für Badegäste genutzt werden. Das ebene Plateau des ehemaligen Fußballplatzes stellt eine attraktive, ebene Fläche für Ballspiele, Veranstaltungen wie Segway-Polo oder sonstige Aktivitäten dar.

Spielpark

Eine zentrale, freigeräumte, große Spielwiese - als räumliche Fortsetzung der Seewiese im Süden - ermöglicht raumintensive Spiele, wie zum Beispiel Frisbee. Deshalb werden die ehemaligen Sportfelder nördlich des Börnigeweges als aufgelassene Plateaus erhalten. Sie bilden ebene Flächen für freie Aktivitäten ohne abgebildete Spielfelder.

An den Randbereichen lagern sich Stationen des Gesundheitsparcours und des Adventure-Golf an den Wegeverbindungen an. Der weitläufige Naturspielbereich im Westen bietet vielfältige Naturerlebnismöglichkeiten. In diesem Parksegment befinden sich verschiedene, naturnah ausgeprägte Teilbereiche, darunter ein Wasserspiel im Norden und ein Matsch-Bereich im Süden am Graben. Ein konventioneller Spielplatz mit dem Thema "Schiff"ist dem Seecafé zugeordnet.

Naturzone Siepenbach

Die Naturzone Siepenbach wird als naturnah ausgeprägter Bereich mit waldartiger Vegetation erhalten und gestärkt. Über einen Landschaftsraum-Erlebnis-Pfad lassen sich die Besonderheiten des Landschaftsraums (von der Quelle bis zur Bucht) und Flora und Fauna erleben. Er bildet den räumlichen Übergang von den intensiven Sport- und Spielflächen zu den eher kontemplativen Flächen des alten Kurparks.

Alter Kurpark

Der Alte Kurpark wird als Parkbereich mit eigenständigem Charakter weitgehend belassen. Die Erschließung erhält lediglich eine Ergänzung im Norden, um ihn besser an das Wegenetz anzubinden. Der Alte Kurpark dient überwiegend zum Spazierengehen. Sitzbänke mit Seeblick laden zum Verweilen ein. Der Gesundheitsparcours wird mit Entspannungsstationen fortgesetzt. Die Kurelemente werden instand gesetzt. Der Namensvorschlag "Alter Kurpark", macht zwar deutlich, dass die Grundstrukturen aus der Anlage als Kurpark stammen, die aktuelle Nutzung jedoch nicht mehr rein dem Kurzweck untergeordnet wird.

LIZ

Das Landschaftsinformationszentrum bildet den nördlichen Abschluss der zentralen Parkwiese. Die Situierung im Park ist so gewählt, dass spannende Blickbeziehung einerseits zum See bis zum gegenüberliegenden Naturpark Arnsberger Wald, andererseits zum Siepenbach entstehen. Das Gebäude selbst kann von ankommenden Besuchern bereits von der Seestraße aus erblickt werden. Die Nähe zum Wasserspielplatz und zum Naturbereich Siepenbach ermöglichen eine Verknüpfung mit den Ausstellungsinhalten und machen das Landschaftsinformationszentrum zu einem attraktiven Standort. Durch ein breites Vegetationsband wird das Gebäude und die Ausstellungsflächen vom Tennisheim und den Tennisplätzen abgeschirmt.

Ideenteil - Anbindung an die Ortsmitte

Die von der Ortsmitte zum Seepark führenden Straßen werden von Baumreihen begleitet, die vom Zentrum Körbeckes zu den Parkeingängen vermitteln. Die Straßen erhalten ein ebenengleiches Profil, das den Straßenraum großzügiger erscheinen lässt. Durch Entwässerungsstreifen auf den Fahrbahnen wird andererseits eine optische Verengung der Fahrbahnstreifen erzielt. Hauptstraße und Brückenstraße erhalten eine Erweiterung des Gehsteigs auf einer Seite. Der Börnigeweg erhält einen durchgehenden Gehsteig.

Seepark Körbecke in Möhnesee
2012 | 245.000m²
Bauherr: Gemeinde Möhnesee
Leistung: Wettbewerb Ankauf


Planung