Erarbeitung eines Handbuches mit Gestaltungsleitlinien

Das auf einem Hang gelegene Neubaugebiet erhält durch die Terrassierung der öffentlichen Freiflächen ebene Aufenthaltsbereiche, die durch Treppenanlagen zugänglich und erlebbar gemacht werden. Die relativ offenen Ebenen sind mit Sitzgelegenheiten ausgestattet und werden lediglich von Solitärgehölzen überstanden. Die Geländeversprünge zwischen den Treppen hingegen werden zu durchgängig bepflanzten Vegetationsstreifen. Dort, wo die Höhenunterschiede im Gelände kleiner werden, fangen Gabionenmauern die Versprünge ab und dienen gleichzeitig als informelle Sitzgelegenheiten.

Auch in den Privatgärten fangen Mauern den Höhenunterschied zum Nachbarn ab. Sie werden mit Hecken oder aufgesetzten Sichtschutzelementen kombiniert. Auch das Entwässerungskonzept sieht terrassierte Retentionsbecken vor, die überschüssiges Regenwasser mit Hilfe von Überläufen in das jeweilige darunterliegende Becken leiten. Stauden und Auengehölze nehmen das Wasser auf.

Der naturnahe Charakter des Neubaugebietes wird durch die Verwendung einheimischer Gehölze erzielt. Während die Privatgärten und öffentlichen Freiräume mit Sträuchern, Hecken und niedrigen Gehölzen bepflanzt sind, werden die Straßenverläufe von großen Alleebäumen begleitet. Um die Offenheit der Straßenräume zu unterstützen, bleiben die Vorgärten unbepflanzt.

Terrasses de la ville, Differdange
2008 | 18.200m²
Bauherr: Administration Communale de Differdange
Architekten: Jim Clemes
Planungspartner: Schroeder et Associés
Leistung: landschaftsplanerische Konzeption


Planung